TWIKE Tour Dtl. – Marokko Tag 5: Sillavengo – Genua

Wir sind definitiv in Italien. Das bemerken wir bereits am Frühstückstisch. Anstatt wie noch in der Schweiz mit frischen Brötchen und einer großen Käsetheke verwöhnt, fällt das Frühstück in den Südländern etwas spärlicher und vor allem viel süßer aus. Wir stehen uns knapp ausgedrückt einer Kuchentheke gegenüber. Das Wetterklischee scheint aber nicht anwendbar zu sein. Wir werden erneut vom Regen „verwöhnt“.

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Unser erster Ladestopp wird gesucht. Für Italien glänzen diverse „Ladesäulensuchseiten“ wie Chargemap und Lemnet mit deren Abwesenheit. Sehr wahrscheinlich gibt es einfach kaum öffentliche Lademöglichkeiten. Erschwerend kommt hinzu, dass wir nicht an einen italienischen Adapter gedacht haben (der Schweizer war natürlich im Gepäck, haben wir jedoch nicht gebraucht). Ein Campingplatz weit und breit nicht aufzufinden. Wir fahren auf den Dorfplatz einer etwas größeren Stadt. Als ersten sehen wir ein elektrisches Postauto. Wir scheinen Glück auf die schnelle Art zu haben. Die Postbotin ist ebenfalls begeistert über unsere Fahrzeuge, verfluchte aber im selben Moment die Post. Es sei ihr nicht gestattet uns zum Aufladen der Fahrzeuge mitzunehmen. Mittlerweile ist eine größere Menschenmenge um uns herum. Mittagszeit. Auch die Verwaltungsbeamten verlassen ihre Büros. Einige kommen auf uns zu. Sie sind von der Stadtverwaltung und entschuldigen sich vielmals, dass sich noch keine Ladesäulen für Elektrofahrzeuge bieten können. Wir überlegen gemeinsam, wie wir unsere Fahrzeuge mit Strom versorgen könnten. Dann sollten wir jemanden folgen, und la voilà, wir sind bei der städtischen Feuerwehr angekommen.

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Hier wurden nicht nur unsere Fahrzeuge top versorgt, sondern auch wir plus TWIKE Hund Bayda.

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Das TWIKE haben wir während der Ladepause immer im Blick:

Nachdem wir verschiedene Verlängerungskabel ausprobiert hatten, sind nach leichter Verzögerung … auch unsere TWIKEs am Nachmittag geladen.

 Jetzt müssen wir nur noch über den Berg nach Genua.

Nach einer wunderbaren Fahrt kommen wir schließlich pünktlich zum Sonnenuntergang in Genua an.

Hier müssen wir noch mal „Endspurtladen“, da die Hotelsuche mit Hund sich nicht als ganz so einfach herausstellt.

Aber schlussendlich finden wir unsere „Luxussuite“ mit Tiefgarage für die TWIKEs (plus Steckdose).

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TWIKE Tour Dtl. – Marokko Tag 4: Brig – Sillavengo (Italy)

Der heutige Tag fängt mit einem Anstieg an. Auffällig ist eine kaum befahrene Straße und jede Menge Baustellen:

Je näher wir an die italienischen Grenze kommen, desto regnerischer wird es. Mit Wehmut erinnern wir uns an das Bilderbuchwetter vom gestrigen Tag am Thuner See.

Auf der italienischen Seite sieht das Wetter nicht besser aus:

Die Fotoshootings werden immer weniger…auch der Fotograph zieht es hier vor  in der Schutzhöhle TWIKE zu bleiben…

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…oder noch besser das Regenwetter aus dem Inneren des italienischen Café Marrakech (wenn das mal keine Einladung zu einem Teestop ist:-)) zu betrachten.

Das Wetter zeigt kein Anzeichen der Besserung. Wir fahren weiter, denn die TWIKEs werden hungrig. Und auch hier werden wir fündig am Rande des Lago Maggiores. Wir „genießen“ neben unserer 1. italienischen Paste den regnerischen Ausblick…

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Obwohl wir perfekt mit Campingequipment ausgerüstet sind, lädt das Wetter erneut nicht zum Zelten ein. Doch dank booking.com finden wir auch eine Unterkunft mit Mitnahme des Hundes. 2h nach Buchung haben wir unseren Zielort im italienischen Dorf Sillavengo erreicht.

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Morgen scheint bestimmt die Sonne:-)

 

 

TWIKE Tour Dtl. – Marokko Tag 3: Luzern – Brig (via Kandersteg)

Nach meiner ersten Nacht in einem Wohnwagen heißt es auch schon wieder Good-Bye zu sagen. Auch die TWIKEs scheinen sich gut mit dem Tele 1 TWIKE von Oliver ausgetauscht zu haben…

Unser nächster Ladestop ist in Thun direkt am Bahnhof. Es ist eine Park & Charge und somit sind die TWIKEs im Nu mit 2 x 16A wieder voller Energie. Trotzdem bleibt noch ausreichend Zeit um das Bilderbuchwetter am Thuner See zu genießen:

Anschließend fahre ich zum 1. Mal in meinem Leben Autoverlader. Hier beim Kandersteg:.

Das ist vielleicht eine wacklige Angelegenheit. Uns wird zwar angeboten im Abteil Platz zu nehmen, doch Pilot Rainer meint, das würde im TWIKE schon gehen. Erst hinterher erfahre ich, dass es für ihn das erste Mal Verlader im TWIKE gewesen sei.. Die Fahrt im Dunkeln dauert knapp 15 Minuten. Mir ist schon etwas seltsam zumute, und TWIKE Hund Bayda findet es überhaupt nicht witzig. Beide sind wir froh als das Tageslicht uns wieder begrüßt.

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Mein neuer Hund: Maskuline Bayda

1. Tag Agadir nach der Sommerpause. Mein Vermieter begrüßt mich beim Anblick von Bayda mit folgenden Worten: “ Seit mehreren Tagen gibt es eine zweite Bayda, jedoch männlich im Viertel. Was für ein netter, junges Tier, schade um den jungen Hund.“ Aha. Und tatsächlich, noch am selben Abend sollte ich ihn zu Gesicht bekommen. Er spielt mit Bayda. In den folgenden Tagen bekomme ich ihn noch mehrmals zu Gesicht, doch habe ich das Gefühl, dass es ihm von Tag zu Tag schlechter geht. Er humpelt immer mehr, und scheint eher vor sich her zu kriechen…

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In der Regel sehe ich ihn morgens früh wenn es für Bayda heißt „Antreten zum Austreten“ auf unserer „Wiese“. Am Anfang ist er uns noch bis nach Hause gefolgt wo er frisches Wasser und auch Futter bekam. Doch ich gehe davon aus, dass er in der Nähe nicht gut behandelt wurde (fliegende Steine etc.) und deshalb nicht mehr in die Nähe unseres Zuhauses möchte. Da es sich noch um einen jungen Hund (6 Monate) handelt der darüberhinaus besonders verspielt und freundlich gibt, setze ich spätnachts noch ein Schreiben an Michèle Augsburger auf. Am nächsten Morgen erhalte ich eine Antwort. Leider verwechselte ich ein Konsonant (moi, toi) und lege die mail so aus, dass Sie bereit ist, den Kleinen bei sich aufzunehmen. Hierzu will ich anmerken dass ich gerade erst aus Dtl. zurückgekommen bin und keine Idee hatte wie ausgelastet die Tierfarm sein könnte. 10 Minuten später begegne ich dem kleinen Kerl zufällig und nehme die Gelegenheit bei Schopfe. Mittels Leckerli hat er dann doch den Weg zu mir nach Hause gefunden.

Am Nachmittag stellt sich dann der „Konsontenfehler“ heraus. Die Tierfarm von Michèle platzt gerade mit über 100 aufgenommenen Hunde und ca. 250 Katzen aus allen Nähten. Des Weiteren mussten gerade erst 5 Welpen eingeschläfert werden auf Grund von Geld- und Platzmangel.

Ok, den Hund jetzt einfach wieder auf die Straße setzen? Erst mal abwarten und Tee trinken:-). Prinzipiell kann er sich erstmal bei mir ausruhen und vom harten Strassenleben erholen. Zu Trinken und zum Essen ist genug da. Es scheitert lediglich etwas am Platz und auch an Zeit. Da ich sehr oft unterwegs bin, klappt es gerade so, dass ich Bayda die meißte Zeit mitnehmen kann. Zwei Hunde im TWIKE traue ich mir alleine aber nicht zu. Ich schaue mir meinen Terminkalender an. Aha, das nächste „Problem“ ist in Sicht. Nächstes Wochenende werde ich wohl auf das Safranfestival fahren. Bayda kann ich mit nehmen, zwei Hunde geht leider nicht. Nach mehreren verzweifelten Gedanken komme ich drauf, dem Hund in meinem „Vorgarten“ ein kleines Revier zu bauen und meine Nachbarn zu beauftragen ihn regelmäßig zu versorgen. Doch mein Vermieter (Hundefreund) hat Bedenken, dass jemand den Hund klauen könnte. Da seine Frau ihm Tierhaltung verbietet, überlegt er aber nun mit ihr einen Deal zu vereinbaren: Neue Waschmaschine gegen Hund auf Dachterrasse.

Ich bin gespannt. Zumindest scheine ich nicht ganz alleine dazustehen.

Der weitere Plan könnte folgender sein:

Mitnahme dieses Hundes auf der TWIKE Rückfahrt nach Deutschland im Sommer 2015. Das würde jedoch einiges an Durchhaltevermögen einfordern…und auch kann ich dem Hund nicht das gleiche bieten wie Bayda unter anderem durch die Einschränkung. dass ich nur sehr ungern mit 2 Hunden an Board TWIKE fahre.

Des Weiteren war eigentlich geplant eine Windhundrasse wie Sable mitzunehmen.

Das Leben in Marokko  scheint also weiterhin nicht monoton zu werden…

Eine andere Möglichkeit bestünde darin bereits jetzt eine Familie für diesen Hund in Deutschland zu finden. Also haltet die Ohren auf. Für die benötigten Papiere und Ausweis bräuchte ich ca. 3 Monate.

16.11.2014

Heute hat der noch immer Namenslose:-( zum 3. Mal unser Revier mit dem TWIKE verlassen. Das 1. Mal zur Grundreinigung, das 2. Mal zum 1. Strandbesuch und heute ging es das 3. Mal in die große Welt Agadirs, und zwar mit Bayda. Das bedeutet soviel wie: Der Beifahrersitz aus dem TWIKE raus, Namenslos auf der Rückbank befestigen und Bayda gut auf dem Boden der Beifahrerseite platzieren.

Ich fahre extra morgens los, in der Hoffnung auf wenig Verkehr zu treffen. Ich hätte es wirklich nicht vermutet, aber alles verlief reibungslos. Juhuu! Somit stehen weiteren TWIKE-Hund Ausflüge sofern die Zeit es zulässt nichts mehr im Wege.

Und anbei hier noch der Link zum Video des Tages. Da ist doch gleich der ganze „Zusatzaufwand“ vergessen.

3.11.2014

Heute morgen in aller Herrgottsfrüh kam der „Besitzer“(?) des Hundes vorbei. Leider ein „Fou“, ein Spinner:-(. Total zubekifft und betrunken mit einem erschreckenden Aussehen forderte er seinen Hund ein. Ich habe Gänsehaut bekommen. Keine Menschenseele auf der Straße, nur wir beide und ein heulender Hund. Der Hund hat ihn eindeutig wiedererkannt und wollte zu ihn. Ich kann so schnell keine Entscheidung treffen. Ich sagte ihm er solle heute Abend wiederkommen, wenn der „Mann“ zu Hause wäre…Uff. Der Hund jaulte noch gute 30 Minuten ihm hinterher. Ich werde ihn natürlich gehen lassen. Aber es ist keine einfache Entscheidung…den das Strassenleben wird er nicht überstehen und sein „Herrchen“ kümmerst sich nicht um ihn. Zumindest konnte er sich nun einige Tage bei mir erholen…aber ich werde ihn wohl noch öfters in noch schlechterem Zustand zu Gesicht bekommen…einfach mitansehen?

Am Abend werde ich über den angsterregenden Herrn von heute morgen informiert. Er ist in diesem Viertel geboren, hat seine Eltern verloren und ist schon seid der Schulzeit Klebersüchtig…des Weiteren wurde er wohl manchmal mit dem Hund gesichtet aber nicht im positiven Sinne. Die meiste Zeit wurde der Hund alleine gesehen, so wie ich den Hund auch noch nie in Begleitung gesehen habe.

Er kam nicht wieder am Abend um den Hund zu holen. Ich wartete mit weiteren Personen auf ihn doch nichts. Auf jeden Fall werde ich den Hund morgen waschen lassen.

  • 4.11.2014 1. TWIKEfahrt, 1. x Grundreinigung

Heute ist sein Tag. Überraschenderweise verlief die erste TWIKEfahrt hervorragend. Zwar von rechts und links befestigt aber absolut ruhig. Bemerkenswert!

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Mein Hund Bayda vertrug ihre erste Grundreinigung überhaupt nicht gut. Die Erinnerung an ihr Gejaule löst bei mir bis heute noch eine Gänsehaut aus. Nicht aber dieser Herr. Nicht einen Mucks hat er von sich gegeben.

La voila das Resultat:

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Vielen lieben Dank an das Team von „Entre Chiens et Chats“ in Agadir:

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  •  5.11.2014

Alles Gut. Der „Besitzer“ von Dinosaur (so heißt der Hund anscheinend) war heute „nüchtern“. Ich habe ihn vor dem „Tanta Emma“ Laden angetroffen. Der Hund hat ihn sofort erkannt. Sie haben zusammen super nett gespielt, zum „Gespött“ der Umstehenden, da er einfach der „Verrückte“ ist. Zum Beweis hat er sich dann noch mitten auf die Straße gelegt und der Hund auf ihn:-). Er meinte ich solle keine Angst haben vor ihm, es wäre wohl ok, wenn der Hund bei mir wäre…und er würde dem Hund auch gerne abundzu etwas zum Essen vorbeibringen. Daraufhin ging er auch schon los und besorgte eine Milchtüte…

Er würde gerne von mir ein paar Sandalen haben…die soll er bekommen.

Der Hund mag ihn. Erneut biete ich ihm an, dass er den Hund haben kann, dass ich mir jedoch Sorgen mache, da er in „freier“ Wildbahn hier nicht lange überlegen wird. Auf der einen Seite das harte Straßenleben auf der anderen Seite die „Killeraktionen“ der Stadtverwaltung Agadir, welche regelmäßig die Stadt von Hunden „säubern“.

 

  • 6.11.2014

Bayda und „Dinosaur“ scheinen sich näher zu kommen:

 

 

TWIKE Tour Deutschland – Marokko 2014: Tag 2 – Villingen – Furtwangen – Luzern

Früh morgens geht es weiter zum „Tag der offenen Tür bei TWIKE Piloten“: TWIKE Pilot & TWIKE TO FLY Partner Felix Duffner läd zum Frühstück ein. Roland ist so nett uns noch weiterhin zu begleiten. Die TWIKE Kette wird somit immer länger. Nun fahren bereits 3 TWIKE zu TWIKE Nr. 4.

Nach einem hervorragendem Frühstück mit selbstgemachtem Brot! (danke nochmals Felix!) geht es auch schon zum nächsten TWIKE Piloten. 3 TWIKEs besuchen einen TWIKE Piloten der ersten Stunde in Freiburg: Francois Loeb. Es war schön dich wieder zu sehen und zu hören Francois! Vielen Dank auch an dieser Stelle für die uns und dem TWIKE zur Verfügung gestellte Energie. Sowohl Roland, Felix als auch Francois sind übrigens Mitglied in der Drehstromkiste.

Wir haben noch etwas Fahrt vor uns, bevor wir heute TWIKE Pilot Nr. 4 treffen werden, welcher auch keine unbekannte Größte in der „TWIKE-Familie“ ist. Oliver Kuhn.

Doch um dieses Ziel stromsorgenfrei zu erreichen heißt es erst einmal Zwischenladen.

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Die Thermalquelle in Bad Bellingen bietet übrigens micht nur Strom für Camper sondern auch für Elektrofahrzeuge an! Empfehlenswert! TWIKE Hund Bayda genießt in der Zeit nochmal das „Grün“, wohl vorab ahnend, dass es jetzt in das sandige Marokko zurückgeht. Etwas wehmütig scheint sie doch zu schauen. Eine Vorahnung?

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Und der Regen erwischt uns doch noch kurz vor dem Ziel. Eine Tankstelle kann eben auch für Elektrofahrzeuge nützlich sein. Z.B. als großer Regenschirm:-)

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Obwohl sich Oliver bereits Sorgen machte, treffen wir doch noch gegen 20 Uhr ein.

Was für ein TWIKE – Tag. Mit Oliver’s TWIKE dazugerechnet, sind wir heute mit 6 TWIKEs in Berührung gekommen.