20.08.2013

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23.07.2013: Tag 9: Los Gallardos – Cabo de Gata – Roquetas de Mar – Fuengirola: 340km

Unbenannt

Am nächsten Morgen konnte die wunderbare Aussicht auf die Berge uns nur erahnen lassen welche reizvolle Landschaft wir gestern Abend durchfahren haben.

http://www.campinglosgallardos.com/

Anblick beim Aufstehen

Anblick beim Aufstehen

Auch der entdeckte Pool schaut verlockend aus. Doch time to say goodbye:

Es erwartet uns im Süden eine der schönsten Gegenden Spaniens. Der Nationalpark Cabo de Gata. Twiken durch eine Vulkanlandschaft erlebt man nicht alle Tage. Einzigartig…warum bietet hier noch niemand TWIKEs zum Verleihen an?

Unser heutiger Ladehalt fiel auf den Camping Roquetas (www.campingroquetas.com) in Roquetas de Mar.

Camping Roquetas de Mar

Camping Roquetas de Mar

Auch wieder eine Geschichte für sich. Erst mal super, 16A stehen pro Steckdose zur Verfügung und abgerechnet wird nach KWh. Perfekt. Ich ließ mir sogleich 4 Steckdosen freischalten. Ein Schwimmbad hat es auch noch. Während dem Ladeprozess verschlug es mich zum Strand wohingegen mein Begleiter das Café bevorzugte. Als ich nach einer kurzen Abkühlung wieder zurückkam, fand ich ihn nicht mehr im Café sondern bei den Fahrzeugen. Die Fahrzeuge hatten aufgehört zu laden…aha. Seltsam, wir hatten doch erstmals mit 8A zu laden angefangen. Nach meiner Nachfrage an der Rezeption hieß es dass wir wohl zu wenig A laden, wir sollten mind.  auf 12A stellen. Häh? Na, ja, bei 12A fiel auch die Sicherung raus. Die Geschichte zog sich noch etwas…es stellte sich jedoch raus, dass der gute Herr die Steckdosen nicht auf 16A freigeschaltet hatte, obwohl er die Möglichkeit hierzu hatte…mmh, sprich die letzte Stunde luden wir tatsächlich mit dem Zusatzlader…trotzdem verweilten wir insgesamt gute 3h auf diesem Campingplatz…Pool war genau während dieser Zeit (Siesta) geschlossen…

Es geht weiter durch das Plastikmeer hindurch. Gewächshäuser über Gewächshäuser verfolgten uns auf bestimmt 100km der Strecke. Europa’s Gemüsegarten, geschmackloses Gemüse angebaut in einer der wasserärmsten Gegenden Europas. Traurig.

Mmh, unser Tanknadel neigt sich nach einiger Zeit wieder alarmierend der 0  zu…wir fanden einen sehr heimeligen Campingplatz, Camping Carambolo. Auch hier konnten wir nur mit 8A laden und die Nacht brach ein. Die Lust war groß hier zu übernachten, doch müssen wir morgen Mittag die Fähre ab Algeciras nehmen. Eine Tankladung muss noch gefahren werden…und wir fuhren sie auch…bei Nacht.

Auch über das Ende des Tages lässt sich einen Roman schreiben aber kurz und knapp: Wir trafen gegen 1 Uhr morgens auf dem Camping in Fuengirola ein. Zu spät. Ich glaube sie schliessen gegen 23 Uhr …ja, in der Tat schlugen wir unsere Zelte vor der Schranke auf…ohne die TWIKEtanks mit Strom zu speisen. Leider haben wir diesen Druck im Nacken morgen Mittag die Fähre zu erreichen. Aber das sehen wir morgen, ob wir es schaffen werden. Gute Nacht!

Einige Fahrmomente:

22.07.2013: Tag 8: Benidorm – Alicante – Totana – Los Gallardos: 270km

Unbenannt

Da wir die Nacht auf der grünen Wiese genächtigt haben, hatten sich unsere beiden TWIKEs über Nacht nicht mit Strom versorgen können. Mit der bestehenden Restreichweite schafften wir es nach Alicante und wurden auf dem Campingplatz Bon Sol (http://www.campingbonsol.es/) mit Strom versorgt…leider nur mit 6 Ampere. Dafür nutzen wir die Gelegenheit ausgiebig das Internet zu benutzen. Die Hitze macht uns zu schaffen.

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Nach einer viel zu langen Ladepause ging es endlich weiter.

Wir beschlossen uns etwas von der Küste zu entfernen und nahmen den Weg über Murcia. Auf diesem Weg sparten wir uns etwa 70km ein. Auch nahmen wir dieses Mal, da leider etwas unter Zeitdruck die Autobahn. Die Campingplätze und somit unsere Ladestationen sind im Inland nicht mehr wie gewohnt zahlreich vertreten, so dass wir uns entschlossen zum vom ADAC emfohlenen Camping Totana (http://www.campingtotana.es/) zufahren.

Ein schönes Schwimmbadplakat bei der Einfahrt liess uns bei der Hitze schon ins Träumen geraten…ein Ladehalt mit Schwimmbadmöglichkeit hatten wir bisher noch nicht…

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Höflichst frage ich an der Rezeption nach…und war umso überraschter über die Absage…das sei hier ein Camping und keine Elektrofahrzeugladestation…Mmh, ob Sie wohl dachte, dass da ein Porsche vor der Tür steht…ich versuchte ihr klarzumachen, dass es mehr ein motorunterstütztes Fahrrad ist und bei Volladung in etwa 1.50 Euro an Strom kosten würde…wir gerne bereit wären mehr zu zahlen…und vor allem auch gerne zusätzlich etwas trinken und essen würden…und das es prinzipiell eine Win-Win Situation für beide wäre…natürlich würden wir den Campingplatz auch gerne weiterempfehlen…NIX. Der Typ an Person vor mir, eine Dame um die 50, am PC gerade am Facebooken hat glaube ich gar nichts von meiner Rede verstanden…anscheinend doch…denn das Schiebetor des Campingplatzes hat sie per Knopfdruck geschlossen…

Hilfesuchend schaute ich meinen Begleiter an der aufgrund mangelnder Spanischkenntnisse lediglich an meinem ungläubigen Gesichtsausdruck erahnen konnte, dass das Gespräch nicht zu meiner Zufriedenheit ausging…Das TWIKE AYA hat eine geringere Reichweite als TWIKE ZORA und ist mittlerweile bei 0km angekommen, sprich wir hatten wirklich ein sehr dringendes Bedürfnis an eine Steckdose zu gelangen…Ich schaute erneut zu dieser Dame und hab wirklich alle Lust verloren mich erneut bei ihr lächerlich zu machen.

Ich fotografierte noch kurz die ADAC Campingplatzempfehlung (von 1999!!!) und nahm mir vor den ADAC zu bitten diesen Campingplatz bitte in Zukunft nicht mehr in seinen Empfehlungen aufzunehmen. Wäre es nicht auch eine Sache des ADAC in Zukunft in den Campingplatzempfehlungen Tipps für Elektrofahrzeugfahrer zu geben, welche Campingplätze mit welchen Strommöglichkeiten bereit wären als Lademöglichkeit sich eine zusätzliche Gewinneinnahme zu sichern?

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Da TWIKE ZORA noch um die 20km an Reichweite zur Verfügung hatte fuhr ich das Dorf entlang, um eine neue Lademöglichkeit zu finden. Tatsächlich wurde ich bei einer Autogarage fündig und die Freude war groß, als ich sogar einen „roten Ladestecker“ vorfand. Ich funkte meinen Begleiter herbei, der nun bereits pedalierend erschien…Auch er war nun hocherfreut über diesen Anblick, würde diese 400V Steckdose uns doch sogar noch ausreichend Strom bieten für unsere Zusatzlader. Aber dann…beim Einsteckversuch sahen wir, dass der Stecker anstelle der 5 Pins nur 4 Pins verlangte…argh, man müsste tatsächlich einen ganzen Koffer voller Adapter mitsichschleppen. Der zweite Versuch schlug also fehl…ich fuhr weiter und entdeckte in 500m Reichweite eine weitere Garage mit zwei normalen 230V Steckdosen.

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Geschafft! Erschöpft verliessen wir die beiden TWIKEs um in einer nahegelegenen Raststätte auch unsere Lebensgeister wieder zu beleben.

In der Zwischenzeit überprüften wir einmal ob die TWIKEs noch laden…alles gut.

Nach abgeschätzen 3h Ladezeit (was ein TWIKE braucht um wieder 150km weiterzufahren) kamen wir voller neuer Energie bei unseren TWIKEs an…NEIN, sie hatten doch in der Tat aufgehört zu laden bevor Ladeende…GRRRR, wann kommt endlich diese App raus, welche uns Bescheid sagt, wenn das TWIKE unbeabsichtigt einen Ladestopp macht…

Ok, da die Werkstatt Schluss machte, mussten auch wir gehen. Planänderung…wir mussten den nächsten Campingplatz in 70km Entfernung nehmen…ob das mit der rechtzeitigen Ankunft in Marokko nochmal etwas wird…???

Am Anfang des Tages schwankten wir noch über die weiterführende Route. Sollten wir die Berge in Kauf nehmen und über Granada nach Malaga fahren oder doch lieber ab Almeria die Mittelmeerküste entlangfahren? Die Entscheidung wurde uns jetzt abgenommen, wir fuhren Richtung Almeria.

Die Dunkelheit der Nacht brach genau dann herein als wir durch eine wunderbare bergige Landschaft fuhren…typisch…2km vor unserem Ziel, dem Camping Los Gallardos (http://www.campinglosgallardos.com/) müssen wir irgendeine falsche Abbiegung genommen haben…auf jeden Fall fuhren jetzt zwei TWIKE TO CROSS durch die Nacht eine interessante Piste…und dann kamen wir an.

Ein Campingplatz von Engländern geführt, welche nicht schlecht staunten, welche komischen Gefährte sie noch so spät nachts aufsuchten…ein schöner Campingplatz mit schönem Pool, welchen wir natürlich erneut wegen unserer späten Ankunft nicht nutzen konnten…auch wir hätten wir wahrscheinlich mit unserem Zusatzlader 16A laden können, die Stromverbindung sah gut aus…da wir aber die ganze Nacht zum Laden der TWIKEs hatten reichten 4 A aus.

Erneut geht ein sehr TWIKEreicher Tag zu Ende…

21.07.2013: Tag 7: Alcanar – Valencia – Benidorm: 300km

Unbenannt

Die Rezeption des Campingplatzes (Camping Estanyet, http://www.estanyet.com) öffnet eigentlich um 8 Uhr morgens. Da wir jedoch vorhatten! bereits um 7 Uhr abzufahren, bestand die Möglichkeit, dass uns jemand das verschlossene Tor bereits früher aufmacht. Mmh, der Wecker war auf 7 Uhr gestellt…aber erneut schaffen wir es nicht. Jedoch waren wir kurz vor 9 Uhr auf der Straße. Ab jetzt ging es die doppelspurige Schnellstraße Richtung Valencia.

Der Sonntagvormittag macht sich sehr schnell bemerkbar. Wir sind fast die einzigen auf der Straße. Die Fahrt verlief ruhig, rechts die Berge, links das Meer. Nach 115km steuerten wir einen Yachthafen an, und siehe da, er kam mir bekannt vor. Und tatsächlich bin ich hier bereits einmal mit TWIKE ZORA zum Laden gewesen. Auch entstand an diesem Hafen das TWIKE TO FLY Bild der FINE Mobile GmbH (TWIKE):

Unbenannt

Zuversichtlich frage ich im Büro nach, welches auch am Sonntag besetzt war. Man verwies mich an einen Marinero, der heute die Verantwortung hatte. Er verneinte jedoch mein Anliegen, es sei ein privater Club. Sehr schade, denn hier hätten wir sogar eine rote 400V Steckdose, an die wir unsere zwei Zusatzlader hätten anstecken können. Es tut weh so nah am Ziel abgewiesen zu werden, doch es half alles nichts. Mit annähernd 0 Restkilometer des TWIKE AYA fuhren wir langsam und pedalierend weiter zum nächsten Campingplatz in 6 Kilometer Entfernung.

Geschafft! Camping Puzol (http://www.campingpuzol.com) an der Playa de Puzol versorgt uns mit Strom. Es ist heiß, sehr heiß.

Bei Aufbruchzeit geht es jedoch den TWIKEs als auch den Piloten bereits erheblich besser.

Nächster Halt ist kurz nach Valencia. Der Camping Kikopark (www.kikopark.com) an der Playa Oliva ist unsere nächste Stromquelle. Wir wurden von einer sehr netten Rezeptionistin begrüßt und sogleich zu unserer 16A Stromzufuhr geleitet. Das grenzt jetzt schon fast an ein Wunder. Wir befinden uns soeben auf dem ersten Campingplatz mit vier Steckdosen à la 16A. Juhuu, wir können unsere Zusatzlader hinzunehmen und würden in einer knappen Stunde nochmals 150km in den Abend reinfahren können.  Zu schön um wahr zu sein? JA! Denn, räusper, es ist die letzte Ladung des Tages und unser Display zeigt uns bereits eine Batterietemperatur von über 40 Grad an. Mit dem Zusatzlader würden wir die Batterietemperatur noch weiter nach oben pushen. Wir versuchten einen Mix zwischen Normalladung und Doppeltladung. Schade!

In der Zwischenzeit holte ich mein neues Bromptonfaltrad aus dem TWIKE heraus, machte es fahrbereit und besorgte uns das Abendessen von einem nahegelegenem Strandlokal:

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Die Dunkelheit bricht herein als wir gerade mit dem Laden fertig geworden sind. Sollten wir vielleicht doch einfach hier übernachten? Wir sind müde und die Versuchung ist groß…doch nein, wir würden noch weiter im Zeitplan (leider!) zurückfallen. Weiter geht es! Wir sollten heute doch noch an die 300km Tagesreichweite schaffen.

Mit zwei kurzen Kaffeestops schafften wir es bis kurz hinter Benidorm. Es war bereits gegen 1 Uhr morgens als wir eine freie Wiese auf einer Anhöhe ansteuerten. Es ist viel zu spät für einen Campingplatz bzw. Hotel. Wir nehmen es in Kauf, dass die TWIKEs nicht über Nacht geladen werden.