17.07.2013: Tag 3: Les Abrets- Rhonetal- Narbonne-Laudun: 230km

Bisher schafften wir es noch nie vor 9 aufzubrechen. Heute wurde es auch 9 Uhr morgens. Das Pedalieren macht sich allmählich in den Beinen bemerkbar, das Panorama des Rhonetals gleicht es wieder aus.

Bye Bye Camping

Bye Bye Camping

Erfrischende Nässe...wir kamen leider nicht dazu...

Erfrischende Nässe…wir kamen leider nicht dazu…

Eine wunderbare Fahrt entlang des Rhonetales fand statt. Gegen Mittag wurden wir durch die Industrievororte von Narbonne wieder von der Zivilisation eingeholt. Perfektes Timing dachten wir, da unsere Batterien wieder etwas Strom vertragen konnten. Wir fahren an den verschiedenen Autohäusern wie Fiat, Peugeot, Renault und Citroen vorbei und entschieden uns bei der Peugeot Werkstatt nach einer Lademöglichkeit nachzufragen. Aha, die Mittagspause steht an, keine Chance. Wieder etwas dazugelernt, was ich eigentlich von meiner ersten TWIKEfahrt nach Marokko hätte wissen müssen. In Frankreich als auch Spanien gibt es noch die „richtige“ Mittagspause. Da können sogar selbst große Discounter über Mittag für zwei Stunden geschlossen sein. Wir fuhren weiter, unsere Restkilometer gingen gegen 0 zu. Mein Begleiter fand eine Steckdose bei Carglass, jedoch nur für eine halbe Stunde. Ich entschloss mich für die gegenüberliegende Werkstatt. Durchgehend geöffnet! Sie baten uns sogar eine zweite Steckdose an, so dass TWIKE AYA anschließend ebenfalls hier geladen wurde. Ein sehr interessiertes Personal. Danke nochmals!

Wir hatten die Reise ladetechnisch sorgfältig geplant. 3500km in 10 Tagen sollten es werden. Es wurde ein Zusatzlader in die TWIKEs eingebaut, so dass es uns fortan möglich war, an 4 Steckdosen gleichzeitig zu laden. Super dachten wir, doch recht schnell fanden wir den Haken in der Geschichte…nur selten fanden wir in der Schweiz als auch jetzt in Frankreich vier verschiedene Stromkreisläufe. Wir können uns schließlich nicht mit 2 mal 16 Ampere an die gleiche Leitung hängen. Schade!

Wir bevorzugen weiterhin das Campingplatzhopping. Hier finden wir meist eine gute Strominfrastruktur, da jeder Wohnwagen mit Strom versorgt werden will. In der Schweiz konnten wir jedoch oftmals nur 10 Ampere Steckdosen, selbst mit CEE Stecker, vorfinden. Somit kommt unser Zusatzlader nur sehr selten  zum Vorschein.

Doch wir mussten bald herausfinden, dass selbst 10 Ampere nicht immer selbstverständlich sind an Campingplätzen. Auf dem nächsten angefahrenen Campingplatz durften wir erst mal gar nicht laden. Zu hoch war die Befürchtung, dass wir eine Rechnung von über 100 Euro hinterlassen würden. Ich rechnete unsere benötigten Kilowattstunden für zwei TWIKEs aus und kam auf  max. 15kw/h. Auf unsere Frage was eine Kilowattstunde kosten würde, kam nur die Antwort dass dies sehr teuer sei. Ich verwies darauf, dass Frankreich Atomstrom bezöge und dieser eigentlich relativ billig sein dürfte. Daraufhin bekam ich die Antwort, dass wir ja dann direkt bei der Zentrale einstecken könnten. Ich erfuhr später was er damit meinte.

Wir hatten 0 Restkilometer, so dass wir das nahegelegene Ibis Hotel ansteuerten. Der sehr nette Rezeptionist konnte uns eine Steckdose anbieten, so dass TWIKE ZORA nochmals auf Suche fuhr und in 500m ebenfalls eine nette Rezeptionistin vorfand, welche mit einer Steckdose aushelfen konnte.

Alsbald ging es weiter. Der nächste Campingplatz hatte nur 6 Ampere Steckdosen zu bieten. Seltsam, denn tatsächlich befinden wir uns direkt vor einem großen Atomkraftwerk:

Soviel Strom ganz nah...

Soviel Strom ganz nah…

Kurze Zeit später fanden wir nochmals einen sehr netten Campingplatz und verweilten hier einige Zeit direkt am Ufer der Rhone zum Laden. Die Zeit wurde gut genutzt um die versprochene Beklebung von TWIKE AYA anzugehen. Wir schafften es wenigstens eine Seite zu bekleben.

Eine wunderbare Gegend und Campingplätze schießen nur zu wie Pilze aus dem Boden. Für die Übernachtung entschieden wir uns für den „Hühnercampingplatz“ Camping Le César (www.campinglecesar.com). Super! Wir kamen etwas nach 22 Uhr an, was jedoch überhaupt kein Problem darstellen sollte. Es ist ein sehr familiärer Campingplatz mit sehr netten Besitzern. Wir bekamen noch eine warme Mahlzeit als auch Internet. Mich verwunderten die vielen Südamerikaner und bekam kurze Zeit später erklärt, dass diese als Gastarbeiter anstatt in Spanien jetzt von Frankreich angeworben wurden. Sie finden ihre Übernachtungsmöglichkeit während der Feldarbeitszeit hier auf dem Campingplatz. Ein toller Campingplatzbesitzer. Er baut alles selber an, züchtet Bienen, die Hühner laufen frei auf dem gesamten Platz herum, bei der Einfahrt grüßt der Esel….und beleuchtete Ladesäulen. Wir fühlen uns wohl!

Ladesäule bei Nacht

Ladesäule bei Nacht

 

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